Wurzelschaden an Platane durch Baumassnahme

Wurzelschaden an Platane durch Baumassnahme

Schadensersatzberechnung: Wurzelschaden an Platane durch Baumassnahme

Ausgangslage

Auf einer Sportanlage in Frauenfeld wurden im Wurzelbereich einer Platane neue Werkleitungen verlegt. Dabei kam es zu einem massiven Wurzelschaden, der durch einen starken Wurzelverlust einerseits und durch mechanisch verursachte Verletzungen andererseits gekennzeichnet ist. Sowohl der Umgang mit dem Baum während der Bauzeit als auch die Schwere des  verursachten Schadens stehen grundsätzlich in keinem zumutbaren Verhältnis zum bestehenden Schutzstatus der Platane. Als Konsequenz sind Vitalitätseinbussen und nachhaltig wirksame Entwicklungsprobleme zu erwarten, die später mit viel Pflegeaufwand kompensiert werden müssen.

Problematisch ist hierbei, dass zwischen Schadereignis und der tatsächlichen Schadensauswirkung eine gewisse Zeitspanne liegt und im Nachhinein häufig kein Zusammenhang in Betracht gezogen wird. Sofern der Sachverhalt nicht unmittelbar nach dem Ereignis abgeklärt wird, bleibt in vielen Fällen der Baumeigentümer auf den entstehenden Kosten sitzen. Den wenigsten Baumeigentümern ist bewusst, dass in solchen Fällen eine Schadensersatzforderung gestellt werden kann.

Schadensberechnung

Wenn Bäume mutwillig oder fahrlässig beschädigt werden, ist dies nichts geringeres als eine Sachbeschädigung. Dieser Sachschaden lässt sich auch bei Bäumen finanziell darstellen und muss vom Verursacher getragen werden. Im Fall der Platane ist nicht zu erwarten, dass sie abstirbt. Gleichwohl intensiviert sich aber die Pflege (Totholzbeseitigung, zusätzliches Wässern, Düngung, Pilzbekämpfung o. ä.) in den nächsten Jahren. Bis zur Schadenskompensation werden aller Voraussicht nach 3-4 Jahre vergehen. Sämtliche hierfür benötigten Kosten sowie jene der Gutachtenserstellung fliessen in die Schadensberechnung mit ein und ergaben eine Gesamtsumme von über 5’000.00 CHF.

Die Stadtgärtnerei Frauenfeld ist für den Unterhalt der Platane verantwortlich. Ohne Reklamation des Schadens müsste die Gärtnerei (indirekt der Steuerzahler) ihr eigenes Budget für die Pflegekosten belasten, und das ohne eigenes Zutun.

Was ist nach einem Schadereignis zu tun?

  • Reklamation einreichen bei offensichtlichen Baumschäden (Wurzel, Stamm, Krone)
  • Baustopp im Baumbereich verlangen
  • Dokumentation der verursachten Schäden
  • Abklärung der absehbaren Baumentwicklung
  • Ermittlung der erforderlichen Sofortmassnahmen, um Schlimmeres zu verhindern
  • Beurteilung der Standsicherheit bei Wurzelschäden
  • Schadensersatzberechnung veranlassen
Wurzelschaden Platane, Baumschutz auf Baustellen
Illegale Baumfällung in Steinach – Schadensersatzberechnung

Illegale Baumfällung in Steinach – Schadensersatzberechnung

Illegale Baumfällung

In Steinach SG wurden ohne Rücksprache drei öffentliche Bäume gefällt. Die illegale Baumfällung wurde seitens eines Anwohners veranlasst und ohne Genehmigung der Gemeinde durch eine auf dem Gebiet tätige Firma ausgeführt. Bei den gefällten Bäumen handelt es sich um zwei Winter-Linden (Tilia cordata) und eine Rot-Eiche (Quercus rubra), die vor gut 30 Jahren angepflanzt wurden. Für den Unterhalt der Bäume war bislang die Gemeinde zuständig. Da die spontane Baumfällaktion zuvor weder angekündigt noch genehmigt wurde, geht die Gemeinde rechtlich dagegen vor. Dabei stellte sich die Frage nach dem finanziellen Wert der drei Bäume und es folgte eine Schadensersatzberechnung durch vitalitree.

Auf Grundlage der «VSSG/BSB Richtlinie zur Schadenersatzberechnung bei Bäumen» wurde eine Schadensersatzsumme von über 18`000.00 CHF ermittelt.

Weitere Informationen im dazugehörigen Presseartikel.